Planten un Blomen Hamburg | 2015

Offener Realisierungswettbewerb

Freie und Hansestadt Hamburg
ges. 4,26 ha
Philipp Rösner I Maike Nolte I Katharina Wittchen

Der Charakter des Stadtparks Planten un Blomen ist geprägt durch eine lange Geschichte der Gartenkunst und Architektur. Sehr heterogene Strukturen, sowohl was die Formensprache, die Pflanzenauswahl als auch die Entstehungszeit der einzelnen Parkteile angeht, machen den unverwechselbaren Charakter dieses Stadtparks heute aus - Kontinuität durch Wandel. 

Das Konzept sieht daher vor diese Tradition fortzuführen und Planten un Blomen um weitere Puzzleteile zu ergänzen, die sowohl ihren eigenen Charakter und ihre eigene formale Sprache haben, sich aber gerade deshalb perfekt in die bestehenden Parkstrukturen einfügen. Das Konzept sieht vor den Teilraum der Marseiller Straße zu einem weiteren Parkbaustein von Planten und Blomen zu integrieren. Ein  besonderes Potential wird hierbei in der Tieflage der Straße gesehen, deren besonderen Qualitäten einem unverwechselbaren Charakter für diesen Parkteil schaffen. Dafür wird am tiefsten Punkt der Tiefgarageneinfahrt ein Senkgarten implementiert. Wie der Park Planten un Blomen verbleiben auch hier die Spundwände als Spuren der Geschichte und bilden den Rahmen eines Senkgartens. 

Als Pendant zur Tieflage wird im süd-westlichen Teil der ehemaligen Marseiller Straße eine künstliche Topographie geschaffen, die durch eine Betonwand nach Süden hin begrenzt wird. Diese Betonwand bildet den räumlichen Rücken für den Eingangsplatz an der Straßenkreuzung St. Petersburger Straße / Bei den Kirchhöfen.

Der Dag-Hammarskjöld-Platz wird in Verbindung mit dem Theodor-Heuss Platz als urbane Zäsur zwischen dem Botanischen Garten und der angrenzenden Moorweide interpretiert. Der Bahnhof Dammtor, der inmitten beider Plätze liegt wird durch die Neugestaltung des Dag-Hammarskjöld-Platz neu inszeniert und ins Stadtgefüge eingebunden. Der Platz bildet nun zum einen eine großzügige Eingangssituation für den Bahnhof und zum anderen einen urbanen Auftakt zum Botanischen Garten aus. Dabei Der neu gesetzte Einschnitt in der Mauer des Botanischen Gartens stellt dabei eine Zäsur dar, die als konzeptionelle Basis für die Gestaltung des Platzes dient.